Haarsträubend sind nicht – wie von GR Blaas behauptet – die Rechnungen der Stadtwerke, sondern vielmehr seine Aussagen zum Thema Mülltarife und Verschuldung. Dazu folgende Richtigstellung:
Stichpunkt Mülltarife
- Fakt ist, dass die Stadtwerke in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Brixen das Gebührensystem für die Umweltdienste Anfang 2012 grundlegend überarbeitet haben
- Fakt ist, dass mit der neuen Regelung das Verbraucher- und Verursacherprinzip stärker ins Gewicht fällt und damit mehr Gerechtigkeit herrscht
- Fakt ist, dass von insgesamt 1.409 Kunden nur 78 Großkunden eine wesentliche Tarifsteigerung in Kauf nehmen müssen (so etwa Supermärkte, die bisher z.B. eine Grundgebühr von 350 Euro bezahlten und nun das 34-fache). 109 – hauptsächlich – Großkunden zahlen mehr als 250% mehr.
- Fakt ist vor allem auch, dass gleichzeitig 530 bisher benachteiligte Kundinnen und Kunden um bis zu 50% weniger bezahlen.
Letztendlich stellt das neue parametrische System eine deutliche Verbesserung dar: Die Kosten werden großteils von den wirklichen Verursachern getragen und nicht mehr „sozialisiert“. Natürlich soll dieses erste Jahr auch dazu dienen, die Alltagstauglichkeit des neuen Systems zu überprüfen, um gegebenenfalls am Ende des Jahres, nicht im System, sondern in Einzelausreißerfällen Korrekturen vorzunehmen.
Stichpunkt Verschuldung
Was die kritisierte Verschuldung bzw. Überschuldung anbelangt, sei folgendes gesagt: Die Stadtwerke sind ein Wirtschaftbetrieb, der – wie jeder andere Betrieb – die Finanzierung seiner Investitionen über Darlehen und deren Rückzahlung über die Erträge der Dienstleistungen deckt. Gemeinderat Blaas scheint vergessen zu haben, dass die Investitionen der Stadtwerke in den letzten Jahren insbesondere die Bereiche Fernwäme, Trinkwassernutzung und Photovoltaik betrafen – lauter Bereiche also, in denen wiederum Erlöse erwirtschaftet und damit die Rückzahlungen garantiert werden. Begriffe wie Verschuldung mit Überschuldung und Schulden mit drohender Zahlungsunfähigkeit zu verwechseln zeugt entweder von Unkenntnis der Sachlage oder von bewusster Irreführung der Bürger/innen und unbegründeter Panikmache. Nicht zu vergessen: Durch die Investitionen, besonders in die Fernwärme, haben sich die Brixnerinnen und Brixner in den vergangenen 8 Jahren – ganz abgesehen vom immateriellen Wert der Luftverbesserung und Klimaschonung - Heizöl im Wert von 20 Millionen Euro erspart.







